Ruggarol Story Kapitel 2 – el camino a Buenos Aires

Karol P.O.V

Berlin, 13.06.2015

,,Karol? Karol Schatz! Du musst aufwachen!“ Müde rieb ich mir die Augen und blinzelte dann, um meine Augen an die Helligkeit meines alten Zimmers zu gewöhnen. ,,Wie spät ist es?“ Noch immer etwas schläfriggente ich und wartete auf die Antwort meiner Mutter. „Fast 4:30 Uhr. Also wenn du noch duschen willst, solltest du es jetzt aufstehen. Deine Schwester duscht bereits in Papas und meinem Bad, also hast du euer Bad für dich.“ Falls ihr euch jetzt wundern solltet, bei uns im Haus teilten sich die Kinder zwei Bäder und unsere Eltern teilen sich einen Bad. Was soviel heißt wie, dass meine Schwester und ich uns ein Badezimmer teilen und mein Zwillingsbruder und unser älterer Bruder. Beziehungsweise wir teilten uns ein Bad. In Buenos Aires werde ich mir ein Bad mit Léon teilen, was vielleicht auf den ersten Blick nur schiefgehen kann, aber nachdem ich mir ein Bad mit Q geteilt habe, kann es nur besser werden. Eine Mutter wandte sich zum Gehen, als sie sich noch mal um drehte und mich fragte was ich zum Frühstück wolle. „Müsli.“ murmelte ich und sie verließ daraufhin mein Zimmer. Schläfrig begann ich mich aufzurappeln. Meine Anziehsachen für den Tag lagen bereits im Badezimmer, während der Rest der Kleidung ,die noch nicht mit den Kisten nach Buenos Aires verschickt worden war, in einem großen Koffer neben meinem Bett Platz fand. Immer noch müde krabbelte ich aus dem Bett und schlurfte Badezimmer. Meine braunen Locken standen in sämtliche Himmelsrichtung ab, was ich nach einem Blick in den Spiegel feststellte. Ich sah aus wie eine Vogelscheuche. Langsam griff ich zu meiner Bürste und begann meine Haare zu kämmen. Ich hatte im Laufe der Zeit die Erfahrung gemacht, dass das Haare kämmen vor dem Duschen das Haare kämmen nach dem Duschen deutlich erleichterte. Kaum hatte ich die wilde Mähne gebändigt, stieg ich unter die Dusche und drehte diese voll auf. Ihr müsst wissen, ich bin einer dieser Menschen die Stunden lang duschen können, aber heute musste ich mich etwas beeilen. Schnell wusch ich meine Haare und seifte meinen gesamten Körper ein. Kaum war auch der letzte Schaum aus meinem Haar und die letzten Seifenreste von meiner Haut verschwunden, sprang ich aus der Dusche und wickelte mir ein Handtuch um den Körper. Sobald ich den Knoten fest gezogen hatte, zog ich den Föhn aus einer der Kisten unterhalb des Waschbeckens und begann meine Haare zu trocknen. Manchmal hasse ich es dicke Haare zu haben. Es dauert verdammt lange sie trocken zu bekommen und wenn man sie dann bürstet, sieht man aus als ob man einen Luftballon an ihnen gerieben hätte. Nachdem meine Haare nach 20 Minuten halbwegs trocken waren, steckte ich den Föhn aus und legte ihn beiseite um ihn nachher in den Koffer zu packen. Dann nahm ich mir meine Bodylotion und cremte meinen gesamten Körper ein. Dem ich damit fertig war, putze ich mir die Zähne und begann die letzten Sachen aus dem Badezimmer zusammen zu suchen, während die Lotion einzog. Sobald ich alles hatte und es im Koffer verstaut war, zog ich mir meine bereit gelegten Klamotten an und begab mich zum Frühstück. Das Müsli, welches mir meine Mutter zubereitet hatte, stand bereits auf der Anrichte. Schnell schnappte ich es mir und setze mich an die Theke und begann es zu essen. Sobald ich fertig war, wusch ich das Geschirr säuberlich und stellte es zurück in den Schrank. Meine Eltern würden das Haus vermieten solange wir in Buenos Aires waren. Es war schon ein komisches Gefühl, dass nun fremde Leute in unserem Haus leben würden. Zügig begab ich mich wieder in das obere Stockwerk und suchte den letzten Kleinkram in meinem Zimmer zusammen, um ihn in meinem Handgepäck zu verstauen. Gerade den Reißverschluss meines Rucksack ist so, als meine Mutter das Zimmer betrat. „Karol? Bist du fertig? Wir wollen jetzt los.“ Ich schnappte mir den Rucksack und meinen Koffer und ging auf meine Mutter zu. ,,Ja. Wir können gehen.“ Ein letztes Mal schloss ich die Tür meines alten Zimmers und begab mich dann zu dem Rest meiner Familie ins Untergeschoss. Hoffe die Treppe runter zu kriegen war gar nicht so leicht, jedoch half mir Jorge ab der Hälfte der Treppe. ,,Danke.“ flüsterte ich und lächelte meinen großen Bruder an. Er war das was ich vermutlich am meisten in Buenos Aires vermissen würde. Von uns allen heute morgen sah Q mit Abstand am schlimmsten aus. Sie war genau wie ich kein Morgenmensch, mit dem Unterschied das ich nach einer Dusche halbwegs wach war und sie nicht. Unten angekommen öffnete mein Vater die Tür und wir begaben uns nach draußen. Auch wenn es Sommer war, zog morgens ein frischer Wind und ich fröstelte. Immerhin trug ich lediglich eine Jogginghose und einen Hoodie mit einem T-Shirt darunter. An meinen Füßen befanden sich meine alten schwarzen Chucks und meine Haare waren zu einem Messi-Dutt gebunden.

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Für mich einfach das perfekte Outfit zum Fliegen. Mein Vater und Jorge verstauten die Koffer im Kofferraum, während Léon und Q sich auf der hintersten Bankreihe ausbreiteten. Meine Mutter setzte sich auf den Beifahrersitz und ich nahm vor Q auf der zweiten Bankreihe Platz. Mein Vater schloss die Kofferraumklappe und kurz darauf glitt Jorge auf den Platz neben mir und schloss die Transportertür. Nachdem mein Vater eingestiegen war, fuhren wir endlich los zum Flughafen. Uns würde eine 3/4 Stunde Fahrt bevorliegen, also kramte ich meinen iPod aus meinem Rucksack. Mit Murdo Mitchell auf den Ohren lehnte ich mich an die Fensterscheibe und schloss die Augen.

,,Karolita. Aufwachen.“ Verschlafen öffnete ich die Augen und sah Jorge der sanft an meinen Schultern rüttelte. Ich war anscheinend eingeschlafen. Schnell zog ich meine Kopfhörer aus den Ohren und verstaute meinen iPod wieder im Rucksack. Querida, Léon, Mamá und Papá standen bereits schon draußen und auch Jorge stieg aus sobald er mich geweckt hatte. Die Koffer waren bereits herausgeholt und nun begab auch ich mich zu meiner Familie. Gemeinsam betraten wir die Flughafenhalle und steuerten auf den Check-In zu. An diesem hatte sich bereits eine kleine Schlange gebildet. Um die Zeit des Wartens zu überbrücken beschlossen Jorge und ich Kaffee zu holen. ,,Q was möchtest du von Starbucks?“ fragte ich meine kleine Schwester, da diese auf keinen Fall Kaffee trinken sollte. ,,Ne heiße Schokolade bitte.“ ,,Mamá? Papá? Ihr auch ein Kaffee?“ Meine Mutter sah mich an und schüttelte den Kopf. Mein Vater jedoch wollte einen Cappuccino. Also machten Jorgito und ich uns auf den Weg zu Starbucks. Wir müssten eine ganze Weile gehen aber schlussendlich hatten wir ihn endlich gefunden. Jorge gab die Bestellung auf, während ich mein Handy aus meiner Hosentasche zog um Michael eine Nachricht zu schreiben. Wir hatten uns vor ein paar Jahren kennengelernt als ich mit meiner gesamten Familie in Mexiko Urlaub gemacht hatte. Umso witziger war es als wir erfuhren das wir beide in Soy Luna mitspielen und dann auch noch beste Freunde, denn wir waren auch im echten Leben sehr gut befreundet.

(A/N : Ich schreibe alles spanische hier auf deutsch, da ich übel der Spanisch-Noob bin xd)

¡Hola Mike! Bin jetzt am Flughafen und fliege in 2 1/2 Stunden los! xd Bin dann heute Abend so um sechs in Buenos Aires! Sehen wir uns morgen? Immerhin musst du mir beim Kisten auspacken helfen ! 😀 bis dann xx Karol

Er würde es sowieso erst in ein paar Stunden lesen, weshalb ich mein Handy in der Hosentasche verschwinden lies. Zusammen mit einem Bruder, der in der Zwischenzeit bestellt und bezahlt hatte, stellte ich mich an das Ende vom Tresen um auf die Getränke zu warten. ,,Und freust du dich auf Buenos Aires?“ mein Bruder sah mich fragend an. Ich nickte unsicher. ,,Ja schon, aber ich weiß noch nicht ganz was ich davon halten soll. Das ist so ein riesen Schritt und ich weiß nicht ob mir das nicht irgendwann alles zu Kopf steigt mit der Schule und dem Drehen und allem drum herum.“ Jorge sah mich verständnisvoll an. ,, Du schaffst das schon. Du bist doch sowieso ein Genie was die Schule betrifft. Ich glaube sobald du dich eingewöhnt wird dir das gar nicht mehr so schwer fallen und wenn irgendwas ist, kannst du ja immer noch mich fragen.“ Mein Bruder nahm mich in den Arm und ich vergrub mein Gesicht in seinem Pullover. Ja er war definitiv das was ich am meisten vermissen würde. Dieser wunderschöne Moment musste natürlich zerstört werden durch das Klingeln meines Telefons. Schnell fischte ich es aus der Hosentasche. ,,Hä? Warum ruft Mamá mich an?“ Jorge zuckte mit den Schultern und ich nahm den Anruf an. ,,Mamá? Was ist los?“ ,,Wo ist dein Pass Schätzchen? Wir wollen einchecken?“ ,,Ähh. In der kleinen Tasche von meinem Rucksack. Erst das ganz oben aufmachen und das müsstest du sie sehen.“ ,,Ok. Danke. Wie lange braucht ihr noch?“ In diesem Moment schob uns die Barista die Getränke zu. ,,Sind gleich wieder da.“ ,,Ok bis gleich. Nein Dan du musst erst das da oben aufmachen.“ Da meine Mutter nun mit meinem Vater beschäftigt war, nutzte ich diese Zeit um aufzulegen. Schnell war das Telefon wieder verschwunden und ich nahm Jorge die heiße Schokolade für Q ab. Gemeinsam begaben wir uns zurück zum Rest unserer Familie. Die Koffer waren nun weg und meine Eltern standen mit meiner Schwester neben dem Eingang der Sicherheitskontrolle. Ich Q ihren Becher und nahm dann selbst einen aus meinem. So standen wir schweigend da. Keiner sagte etwas und der bevorstehende Abschied hing schwer in der Luft. ,,Querida. Karol. Es wird Zeit.“ meine Mutter sammelte von jedem den leeren Becher ein und die große Verabschiedung begann. Ich umarmte zu erst meinen Vater und dann Léon, sie würde ich ja bald wiedersehen. Dann fiel ich Jorge in die Arme und die erste Träne lief über meine Wange. Ich krallte mich in seinen Pullover während er mir über’s Haar strich. Aus einer Träne wurden immer mehr und irgendwann lag ich meinem Bruder tränenüberströmt in den Armen. Nach einer Zeit lösten wir uns voneinander und er schob mich ein wenig von sich weg um mir in die Augen zu sehen. ,,Du schaffst das Kleine. Wenn irgendwas ist kannst du mich immer anrufen und wir skypen ja mindestens ein mal die Woche. An Weihnachten sehen wir uns ja auch spätestens wieder.“ Ich nickte und erneut fiel ich ihm in die Arme. Die Tränen waren immer noch nicht versiegt und Jorges Pulli zierte ein großer nasser Fleck. ,,Ich bin so unglaublich stolz auf dich.“ Das war das letzte was er flüsterte bevor wir uns lösten und ich zusammen mit meiner Mutter und Q zur Sicherheitskontrolle ging. Meine Mutter reichte mir meinen Pass und die Bordkarte. Bevor ich durch die Kontrolle trat, sah ich mich das letzte mal um und winkte meiner restlichen Familie zu. Kaum waren wir durch die Sicherheitskontrolle suchten wir uns Sitzplätze und warteten bis das Boarding begann. Erneut zog ich meinen iPod aus dem Rucksack und steckte mir die Kopfhörer in die Ohren. Ich drückte Play und schon begann Over and over Again von Nathan Sykes zu spielen. Wie oft hatte ich dieses Lied zusammen mit Léon und Jorge gesungen. Jorge spielte Klavier und Léon und ich sangen die Strophen. Den Refrain hatten wir immer alle zusammen gesungen. Dieses Lied brachte nur schöne Erinnerungen hervor.

From the way you smile

To the way you look

You capture me

Unlike no other

From the first hello

Yeah, that’s all it took

And certainly

We had each other

And I won’t leave you

Always be true

One plus one, two for life

Over and over again

So don’t ever think I need more

I’ve got the one to live for

No one else will do

I’m telling you

Just put your heart in my hands

I promise it won’t get broken

We’ll never forget this moment

It will stay brand new

‚Cause I’ll love you

Over and over again

Over and over again

From the heat of night

To the break of day

I’ll keep you safe

And hold you forever

And the sparks will fly

They will never fade

‚Cause every day gets better and better

And I won’t leave you

– Zeitsprung-

Buenos Aires, 13.06.2015

Wir landeten in diesem Moment in Buenos Aires. 13 Stunden Flug lagen nun hinter uns, aber ganz ehrlich es hätte schlimmer sein können. Dadurch das die Flüge von Disney bezahlt wurden, saßen wir in der Business-Class was echt extrem cool war. Ich hatte eigentlich über die Hälfte der Zeit eh nur geschlafen und die restliche Zeit hatte ich Filme geschaut und gelesen. Ich stand von meinem Sitz auf und folgte meiner Mutter aus dem Flugzeug.

¡Hola Buenos Aires!

¡Hola todos! Es tut mir so verdammt leid das ich erst heute updaten kann, aber ich hatte diese Woche einfach so viel zu tun und hatte dadurch keine Zeit zuschreiben bzw. abzutippen. Der erste Teil dieses Kapitels ist nämlich während einer Matheklausur entstanden, in der ich by the way durchgefallen bin #Standard. Ich hoffe es gefällt euch trotzdem und wenn ja lasst doch mal nen Kommi da 🙂

Bis dann 🙂

Giuseppina

P.S.: Wer sich mal gefragt hat, wie das aussieht wenn ich schreibe, hier ein Bild xd

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4 Gedanken zu “Ruggarol Story Kapitel 2 – el camino a Buenos Aires

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