Soy Luna – Story Kapitel 1

*Luna*

„Ja, sie hat sich gefreut wieder hier in Mexico sein zu dürfen.“, antwortete meine Tante Sharon auf die Frage von einem ihrer Geschäftspartner. Ich schaute und auf und nickte zur Bestätigung. Es stimmte endlich wieder hier zu sein, in Cancun, war einfach toll. „Ich kann dich verstehen, Mexico ist wohl eines der schönsten Länder auf diesem Planeten.“, warf Señora Balsano ein. Sie und ihr Mann waren mir gleich sympathisch gewesen, aber Señor Vargas ebenfalls. Eigentlich war ich nicht so begeistert gewesen, als ich rausfand, dass wir nur Urlaub in Cancun machten, damit meine Tante neue Pläne mit ihren Partnern vereinbaren konnte. „Genau, unser Sohn sieht das genauso wie du.“, meinte Señor Balsono und zwinkerte mir zu. Ach ja, den gab es ja auch noch. Der Sohn der Balsanos sollte auch hier mit uns Abendessen aber er ließ sich nie blicken.

Ich räusperte mich. Sofort lagen alle auf Augen auf mir. „Also, Tante Sharon dürfte ich auf mein Zimmer gehen? Ich bin sehr müde und möchte mich gleich ins Bett legen.“ So gewählt drückte ich mich nie aus, aber ich dachte es hinterlässt bestimmt einen guten Eindruck. Sharon lächelte mich an: „Natürlich Sol. Geh nur.“, sie untermalte ihre Aussage mit einer Handbewegung. Ich erstarrte. „Luna. Tante. Ich heiße Luna.“, damit stand ich auf und verließ den Speiseraum des Hotels. Ich war immer schon Luna gewesen. Als ich hier in Mexico mit meinen Adoptiveltern gelebt hatte und auch als wir nach Buenos Aires umgezogen waren. Nur weil meine Tante eines Tages aufgetaucht war und behauptete ich sei ihre Nichte und hieße Sol Benson würde sich nichts daran ändern. Alle nannten mich noch Luna, meine Freunde im Jam&Roller und die Lehrer im Blake, nur meine Tante und ihr überausfreundlicher Assistent Rey mussten es darauf anlegen. Ich machte mich so schnell, wie es in diesen hochhackigen Sandalen ging, auf den Weg zu meinem Hotelzimmer. Als dann endlich die Tür hinter mir ins Schloss fiel, atmete ich erleichtert auf. Als ob ich jetzt schlafen gehen würde. Ich hatte einen Plan. Ich kam an dem Spiegel vorbei der neben der Badezimmertür angebracht war. Oh Gott – dieser kurze, schwarze Rock, die weiße Bluse und die streng zusammengebundenen Haare standen mir gar nicht. Hätte Ambar mich so gesehen, sie hätte wahrscheinlich einen Lachanfall bekommen. Schnell schlüpfte ich aus den Sachen und suchte mir eine Jenas-Shorts und ein weißes T-shirt mit einem großen Bild vornedrauf aus. Anschließend ging ich zu einem kleinen Koffer der gut versteckt hinter dem breiten, bequemen Sessel stand. Ich öffnete ihn und holte meine rosa Rollschuhe hervor. Meiner Tante hatte ich verklickert, dass ich mein ganzes Beauty-Zeug in diesem Koffer mitgeschleppt hatte. Sie hatte mir verboten meine Skates mitzunehmen. Aber als ob ich darauf hören würde. Ich bin schließlich Luna. Luna Valente. Ich kramte meine pinken Kniestrümpfe hervor und zog mir ein paar einfach weiße Sneakers an. Meine Rollschuhe packte ich in eine große Tasche und verschwand dann im Bad. Dort öffnete ich den Dutt und ließ meine Haare in den leichten Naturlocken über meine Schultern fallen. Perfekt. Ich war wieder ich. Anschließend wollte ich noch mein Handy kurz checken. Zwei neue Nachrichten in zwei Chats. Eine von Nina, die andere von Ambar. Hätte ich von meinen besten Freundinnen auch nicht anders erwartet. Ich öffnete Ninas Nachricht.

Hey Luna. Wie geht´s dir? Vermisse dich echt sehr. Kuss Nina

Eilig tippte ich eine kurze Antwort.

Hi, alles ok und ich dich auch. Wie läuft´s mit Gaston?

Nina war eine der ersten Personen gewesen, die ich in Buenos Aires kennengelernt hatte. Wir ergänzten uns super. Sie war die ruhige und zuverlässige Hälfte, während ich die verrückte und chaotische war. Danach las ich Ambars Nachricht.

Hey Lunita? Wie läuft´s denn? Hältst du es aus mit meiner Patentante? Übrigens habe gesehen, dass deine Skates weg sind. Böses Mädchen!!!

Mir lag ein Lächeln auf den Lippen. Ambar wohnte mit mir zusammen, sie war das Patenkind von meiner Tante. Anfangs war es ziemlich schwierig gewesen mit ihr auszukommen, aber als ich dann bei Sharon eingezogen war, hatten wir uns besser kennengelernt und bemerkt, dass uns die Liebe zum Skaten verband.

Na, klar als ob ich darauf hören würde. Wie läuft´s mit den Vorbereitungen fürs Open?

Fertig. Ich schnappte mir mein Handy und die Kopfhörer dazu und steckte es in meine Tasche. Danach setzte ich mir eine etwas zu große weiße Sonnenbrille auf und zog meine rot-gelb gestreifte Jacke drüber. Ok, los geht´s.

Draußen vor dem Hotel angekommen zog ich meine Rollschuhe an und steckte mir die Kopfhörer in die Ohren. Anschließend machte ich eins meiner Lieblingslieder an. „Valiente“. Simon, mein bester Freund hatte es für mich geschrieben. Genau wie Nina kannte ich ihn am längsten von all meinen Freunden aus Bs As. Da ich mich ziemlich gut in Cancun auskannte, wusste ich genau wohin ich wollte. Zu meinem Lieblingsort. Ich skatete los und gab mich ganz der Musik hin. Unterwegs sang ich mit.

Vas a crecer, vas a despertar a descubrir para deslumbrar, en busca de tus sueños, tienes el valor y vas a volar.Ich stoppte an einer bestimmten Stelle und schaute auf das aquamarin farbige Meer. Neben waren die großen Buchstaben C-A-N-C-U-N auf dem Fußweg angebracht. Ich ließ mich auf einer kleinen Erhebung auf dem Weg nieder und schaute ich Richtung Meer. Wie ich das alles vermisst hatte. in meinem Ohr dröhnte es: Todo lo que quieras lo podrás alcanzar. Conozco bien el valor que hay en ti y lo que intentes podrás lograrlo, siempre. Ja Simon kannte mich sehr gut. Alles was ich mir vornahm, würde ich auch erreichen. Gerade als ich aufstehen und weiter fahren wollte, krachte etwas in mich hinein und ging mit mir zu Boden.

 

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